Rechtsvorschriften zum Telekomrecht

Zum leichteren Zugang zu den relevanten Rechtsquellen hier eine Übersicht über die wesentlichen Rechtsvorschriften zum Telekommunikationsrecht in Österreich und der EU (die wichtigeren Texte sind direkt verlinkt):

Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003)
Die zentrale Rechtsvorschrift des Telekommunikationsrechts in Österreich ist das Bundesgesetz, mit dem ein Telekommunikationsgesetz erlassen wird (Telekommunikationsgesetz 2003 – TKG 2003), BGBl I 2003/70 idF BGBl I 2004/178, 2005/133, 2009/65, 2010/50, 2011/23,2011/27, 2011/102, 2013/83, 2013/96, 2014/44 und 2015/134. Das TKG 2003 ist in seiner Stammfassung am 20. August 2003 in Kraft getreten. Die jeweiligen Gesetzesmaterialien (Erläuterungen zu den Regierungsvorlagen bzw Initiativanträge, Verkehrsausschussberichte) sind auf der Website des Parlaments www.parlament.gv.at verfügbar (zB RV zur Stammfassung 128 BlgNR 22. GP, VAB 184 BlgNR 22.GP).

Zu den Novellen:
  • Die erste Novellierung des TKG 2003 erfolgte durch BGBl I 2004/178, in Kraft getreten mit 31.12.2004; mit dieser Novelle wurde nur ein Satz in § 82 Abs 2 TKG 2003 eingefügt; demnach sind nunmehr für Bewilligungen zur Errichtung und zum Betrieb von Funkanlagen für Rettungsaufgaben und Aufgaben der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit keine Gebühren zu entrichten.
  • Die zweite Novellierung des TKG 2003 erfolgte durch BGBl I 2005/133; die Änderungen betreffen die Zielbestimmungen (neu: ausdrückliche Bezugnahme auf die Interessen behinderter Nutzer), die Regelungen zum Universaldienst (Entfall des Ausschreibungserfordernisses, wenn Auskunftsdienst im Wettbewerb erbracht wird), ein Detail des Marktanalyseverfahrens (ausdrückliche Einräumung eines Stellungnahmerechts für die Wettbewerbsbehörden) und die Spam-Regelungen in § 107 TKG 2003 (auch Werbemails an Unternehmer bedürfen seither deren vorhergehender Zustimmung). Die Änderungen sind – mit Ausnahme der Bestimmungen zum Universaldienst – eine Reaktion auf ein von der Europäischen Kommission eingeleitetes Vertragsverletzungsverfahren wegen mangelhafter Richtlinienumsetzung; sie traten – wiederum mit Ausnahme der Bestimmungen zum Universaldienst – mit 1. März 2006 in Kraft.
  • Die dritte Novellierung des TKG 2003 erfolgte durch BGBl I 2009/65. Die Änderungen betreffen vor allem die Bestimmungen über die Leitungs- und Mitbenutzungsrechte (2. Abschnitt des TKG 2003, §§ 5 bis 13); hier soll es zu Erleichterungen bei der Mitbenutzung kommen, insbesondere sieht die Novelle auch vor, dass die Inhaber von Kabelschächten und Rohren (ducts) die Mitbenutzen gestatten müssen. Weitere – eher symbolische – Änderungen betreffen den 5. Abschnitt (Wettbewerbsregulierung) sowie die Zweckbestimmung (§ 1). Schließlich wird auch das Zuwiderhandeln gegen die Roaming-Verordnung unter Strafe gestellt.
  • Die vierte, überwiegend verfahrensrechtliche Bestimmungen betreffende Änderung des TKG 2003 erfolgte durch BGBl I 2010/50 (als Teil der Rundfunkrechtsreform 2010, aka "neues ORF-Gesetz"; siehe auch die Regierungsvorlage 611 BlgNR 24. GP).
  • Die fünfte Novelle des TKG 2003 erfolgte durch das sogenannte "Bundesgesetz über Maßnahmen gegen Unerbetene Werbeanrufe", BGBl I 2011/23, das wohl am 29. April 2011 in Kraft getreten ist (laut § 137 Abs 3 TKG 2003 in der Fassung dieses Bundesgesetzes treten die weiteren Bestimmungen nämlich "mit TTMMJJJJ in Kraft").
  • Die sechste Novelle des TKG 2003, BGBl I 2011/27, dient der (verspäteten) Umsetzung der RL über die Vorratsspeicherung von Daten (ein erster Entwurf für eine Novelle war bereits im April 2007 zur Begutachtung versandt worden, ohne dass es in der Folge zunächst zu einer Regierungsvorlage kam. Im November 2009 wurde- mit Frist bis zum 15.1.2010 - ein zweiter Entwurf zur Begutachtung versandt, der auf Vorarbeiten des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte aufbaut; erst am 22. Februar 2011 beschloss der Ministerrat die Regierungsvorlage 1074 BlgNR 24. GP; am 28. April 2011 hat der Nationalrat auf der Grundlage eines im Ausschuss noch abgeänderten Textes die Novelle beschlossen; zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch die parallele Novelle zur StPO und zum SPG, BGBl I 2011/33).
  • Die siebente Novelle des TKG 2003,BGBl I 2011/102, diente der Umsetzung des EU-Reformpakets für den Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (Ministerialentwurf; RV 1389 BlgNR 24. GP; VAB 1450 BlgNR 24. GP); Inkrafttreten überwiegend am 22.11.2011, teilweise am 21.02.2012, § 29 Abs 2 am 29.05.2012;
  • Eine (indirekte) Änderung des TKG 2003 erfolgte durch die DSG-Novelle 2014, BGBl I 2013/83, durch die mit Inkrafttreten am 01.01.2014 auch im TKG der Begriff "Datenschutzkommission" durch "Datenschutzbehörde" ersetzt wird.
  • Schließlich wurde das TKG 2003 durch das Verwaltungsgerichtsbarkeits-Anpassungsgesetz-BMVIT, BGBl I 2013/96, für die neue zweistufige Verwaltungsgerichtsbarkeit ab 101.01.2014 angepasst (RV 2194 BlgNR 24. GP).
  • Mit BGBl I 2014/44 wurde die Aufhebung von Bestimmungen (unter anderem) im TKG 2003 durch den Verfassungsgerichtshof kundgemacht (Vorratsdatenspeicherung, siehe im Blog hier).
  • Die Novelle BGBl I 2015/134 setzt vor allem die "Breitband-RL" (RL 2014/61/EU über Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die elektronische Kommunikation) um, soweit der Bund dafür zuständig ist Regierungsvorlage ist Regierungsvorlage mit Text und Erläuterungen; Ausschussbericht; Gesetzestext in der Fassung des Ausschussberichts).
  • Mit der Novelle BGBl I 2016/6 wurden begleitend zum Polizeilichen Staatsschutzgesetz auch Anpassungen im TKG 2003 vorgenommen (Ausschussantrag 989 BlgNR 25. GP).
  • Mit dem sogenannten "Sicherheitspaket", das vom 10.07.2017 bis 21.08.2017 in Begutachtung steht, sollen auch Änderungen im TKG 2003 vorgenommen werden (Einführung eines "Quick freeze"-Verfahrens für Verkehrsdaten bei Verdacht bestimmter schwerer Straftaten, Aus für anonyme Wertkarten).

FMaG, FeZG, KOG und sonstige Gesetze
Das Funkanlagen-Marktüberwachungs-Gesetz – FMaG 2016, BGBl I 2017/57, dient der Umsetzung der Funkanlagen-RL 2014/53/EU und ist am 26.04.2017 in Kraft getreten; zugleich ist das Bundesgesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG), BGBl I 2001/134 idF BGBl I 2002/25, BGBl I 2005/133, BGBl I 2013/96, BGBl I 2013/123, und BGBl I 2015/134 (dient der Umsetzung der EU-Richtlinie über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen), außer Kraft getreten.

Die früher sogenannte „Telefon-Gebührenbefreiung“ wurde mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 2001 durch das Bundesgesetz über Zuschussleistungen zu Fernsprechentgelten (Fernsprechentgeltezuschussgesetz - FeZG), BGBl I 2000/142 idF BGBl I 2002/32, BGBl I 2010/111, BGBl I 2013/96 und BGBl I 2015/88) neu geregelt. Zum Teil sind die Grundlagen für die "Gebührenbefreiung" noch im Fernmeldegebührengesetz (BGBl 1970/170, zuletzt geändert durch BGBl I 2010/111, BGBl I 2015/88BGBl I 2016/70 und - im Anschluss an das VfGH-Erkenntnis vom 03.07.2015, G 176/2014, V 89/2014 - BGBl I 2016/81).

Für den Amateurfunkverkehr besteht eine gesonderte gesetzliche Regelung mit dem Bundesgesetz betreffend den Amateurfunkdienst (Amateurfunkgesetz 1998 - AFG; BGBl I 1999/25 idF BGBl I 2002/32 und BGBl I 2013/96); für Funker relevant ist ferner das Bundesgesetz betreffend Funker-Zeugnisse (Funker-Zeugnisgesetz 1998 – FZG; BGBl I 1999/26 idF BGBl I 2002/32 und BGBl I 2013/96).

Für die Organisation der Regulierungsbehörden wesentlich ist das Bundesgesetz über die Einrichtung einer „Kommunikationsbehörde Austria“ („KommAustria“) und eines Bundeskommunikationssenates (KommAustria-Gesetz – KOG), BGBl I 2001/32 idF BGBl I 2003/70, BGBl I 2003/71, BGBl I 2003/136, BGBl I 2004/97, BGBl I 2005/3, BGBl I 2005/21, BGBl I 2006/9, BGBl I 2007/15, BGBl I 2007/52, BGBl I 2009/52, BGBl I 2009/123, BGBl I 2009/134, BGBl I 2010/50, BGBl I 2010/111, BGBl I 2013/84 und BGBl I 2015/86).

Die Rechtsgrundlagen für die organisatorische Strukturierung der früher hoheitlichen Post- und Telegraphenverwaltung, für die Ausgliederung, Teil-Privatisierung und für die arbeitsrechtlichen Begleitmaßnahmen finden sich im Poststrukturgesetz (BGBl 1996/201, zuletzt geändert durch BGBl I 2012/51) und im Post-Betriebsverfassungsgesetz (BGBl 1996/326, zuletzt geändert durch BGBl I 2012/35).

Verordnungen
Das TKG 2003 wird durch Verordnungen des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie (früher: Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr) sowie der Regulierungsbehörden (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, Telekom-Control-Kommission und KommAustria) näher konkretisiert. Im Folgenden sind nur die wesentlichsten Verordnungen zum TKG 2003 und den Nebengesetzen angeführt:

Frequenzen:
Funkanlagen/Endgeräte/EMV:
Entgelte/Tarife/Kostenbeschränkung:
Nummerierung:
Marktdefinition (auslaufend):
Gebühren:
Universaldienst:
Überwachung/Datensicherheit:
  • Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie über die Überwachung des Fernmeldeverkehrs (Überwachungsverordnung – ÜVO) (BGBl II 2001/418 idF BGBl II 2003/559)
  • Verordnung der Bundesministerin für Justiz über den Ersatz der Kosten der Betreiber für die Mitwirkung an der Überwachung einer Telekommunikation (Überwachungskostenverordnung – ÜKVO) (BGBl II 2004/322 idF BGBl II 2009/261 und BGBl II 2012/133)
  • Verordnung der Bundesministerin für Justiz über den Ersatz der Investitionskosten der Betreiber für die Bereitstellung aller Einrichtungen, die zur Auskunft von Daten und zur Überwachung des Inhalts einer Telekommunikation erforderlich sind (Investitionskostenverordnung – IKVO) (BGBl II 2008/320)
  • Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend die Datensicherheit (Datensicherheitsverordnung TKG-DSVO) (BGBl II 2011/402 idF BGBl II 2016/228)
  • Verordnung der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie über den Ersatz der Investitionskosten der Anbieter für die Bereitstellung der Einrichtungen, die zur Auskunft über Daten einer Nachrichtenübermittlung einschließlich der Auskunft über Vorratsdaten erforderlich sind (Investitionskostenersatzverordnung – IKEV); (BGBl II 2012/107)
Richtsätze gemäß § 7 TKG 2003
  • Verordnung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, mit der ein bundesweit einheitlicher Richtsatz zur einmaligen Abgeltung der Nutzung von durch Recht gesicherten Leitungen oder Anlagen auch für die Errichtung, den Betrieb, die Erweiterung oder die Erneuerung von Kommunikationslinien durch deren Inhaber festgelegt wird (Telekom-Richtsatzverordnung 2014 – TRV 2014), BGBl II 2014/177
  • Verordnung der Kommunikationsbehörde Austria, mit der ein bundesweit einheitlicher Richtsatz zur einmaligen Abgeltung der Nutzung von durch Recht gesicherten Leitungen oder Anlagen auch für die Errichtung, den Betrieb, die Erweiterung oder die Erneuerung von Kommunikationslinien durch deren Inhaber festgelegt wird (Rundfunk-Richtsatzverordnung 2014 – RRV 2014), BGBl II 2014/185
Statistik und Informationsstelle für Infrastrukturdaten:
  • Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der statistische Erhebungen für den Bereich Kommunikation angeordnet werden (Kommunikations-Erhebungs-Verordnung – KEV) – (BGBl II 2004/365), geändert durch BGBl II 2012/104 (mit Anlagen) und BGBl II 2013/105.
  • Verordnung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) über die Einmeldung von Daten an die RTR-GmbH als Zentrale Informationsstelle für Infrastrukturdaten – ZIS-EinmeldeV (BGBl II 2016/103).
  • Verordnung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) über die Abfrage von Daten aus der Zentralen Informationsstelle für Infrastrukturdaten der RTR-GmbH – ZIS-AbfrageV (BGBl II 2016/339).
Organisation:

Europarechtliche Grundlagen
Das österreichische Telekommunikationsrecht in seiner derzeitigen Form ist ganz wesentlich geprägt von unionsrechtlichen Vorgaben. Primärrechtlich sind vor allem die wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union von Bedeutung (Art 101, 102 und 106 AEUV [ex-Art 81, 82 und 86 EG], sowie die Beihilfenbestimmungen in Art 107 AEUV [ex-Art 87 EG]).

Auf der Grundlage der primärrechtlichen Bestimmungen wurden zur Liberalisierung und Harmonisierung von der EU-Kommission bzw. von Rat und Parlament mehrere Richtlinien und Entscheidungen erlassen. Dabei hat der "(Neue) Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und –dienste" – ein Paket aus fünf Einzelrichtlinien – mit Wirkung ab 25. Juli 2003 im Wesentlichen das "Reformpaket" aus den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts abgelöst.

Im Dezember 2009 wurden zwei Richtlinien mit Änderungen der bestehenden Richtlinien ("Better Regulation Directive" und "Citizens' Rights-Directive") sowie eine Verordnung zur Einrichtung des Gremiums Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation kundgemacht; die Umsetzung der neuen Richtlinien hatte bis 25. Mai 2011 zu erfolgen.

Der "[Neue] Rechtsrahmen" besteht aus folgenden Richtlinien:
Mit dem Reformpaket 2009 wurde auch eine Verordnung zur Errichtung des GEREK erlassen:
  • Verordnung (EG) Nr. 1211/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 zur Einrichtung des Gremiums Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) und des Büros, ABl L 337 v 18.12.2009, S 1;
Am 11.09.2013 hat die Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Maßnahmen zum europäischen Binnenmarkt der elektronischen Kommunikation und zur Verwirklichung des vernetzten Kontinents und zur Änderung der Richtlinien 2002/20/EG, 2002/21/EG und 2002/22/EG und der Verordnungen (EG) Nr. 1211/2009 und (EU) Nr. 531/2012) vorgelegt, mit der ua eine EU-weite Genehmigung für "europäische Anbieter elektronischer Kommunikation" eingeführt werden soll (siehe dazu näher im Blog hier). Vom umfassenden Entwurf der Kommission sind letztlich nur zwei Punkte übrig geblieben: Maßnahmen betreffend ein "offenes Internet" einerseits und Änderungen der Bestimmungen zum Roaming andererseits. Das Europäische Parlament hat dem Standpunkt des Rates am 27.10.2015 zugestimmt. Am 26.11.2015 wurde die Verordnung (EU) 2015/2120 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 über Maßnahmen zum Zugang zum offenen Internet und zur Änderung der Richtlinie 2002/22/EG über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten sowie der Verordnung (EU) Nr. 531/2012 über das Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Union im Amtsblatt veröffentlicht; sie ist damit am 29.11. in Kraft getreten und gilt seit 30.04.2016. Am 30.08.2016 veröffentlichte BEREC die Leitlinien zur Umsetzung der Netzneutralitätsregeln nach Art 5 Abs. 3 der Verordnung; zum Roaming siehe auch die Durchführungsverordnung (EU) 2016/2292 der Kommission vom 16.12.2016 zur Festsetzung des gewichteten Durchschnitts der Höchstentgelte für die Mobilfunkzustellung in der gesamten Union sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2016/2286 der Kommission vom 15. Dezember 2016 zur Festlegung detaillierter Vorschriften über die Anwendung der Regelung der angemessenen Nutzung und über die Methode zur Prüfung der Tragfähigkeit der Abschaffung der Endkundenroamingaufschläge sowie über den von Roaminganbietern für diese Prüfung zu stellenden Antrag (ABl L 344 v. 17.12.2016, S. 46; siehe im Blog dazu zuletzt hier). Die Verordnung (EU) 2017/920 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2017 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 531/2012 in Bezug auf Vorschriften für Großkunden-Roamingmärkte wurde am 09.06.20176 im Amtsblatt (ABl L 147 v 9.6.2017, S. 1) veröffentlicht (siehe auch die BEREC-Guidelines zu dieser Verordnung).

Am 12.09.2016 hat die Kommission einen neuen Anlauf für eine Reform ("Recast") genommen und einen Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über den europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation vorgestellt. Weiters wurden Vorschläge für eine neue Verordnung zur Einrichtung des Gremiums europäischer Regulierungsstellen für elektronischeKommunikation (GEREK) sowie für eine Verordnung zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1316/2013 und (EU) Nr. 283/2014 im Hinblick auf die Förderung der Internetanbindung in Kommunen vorgestellt.

Rechtsakte, die unmittelbar mit dem „Neuen Rechtsrahmen“ zusammenhängen:
Weitere Richtlinien:
  • Richtlinie 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über die Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/5/EG, ABl L 153 vom 22.05.2014, S. 62, berichtigt mit ABl L 16 vom 23.1.2015, S. 66 (die Umsetzung hatte bis 12.06.2016 zu erfolgen); siehe dazu die Mitteilung der Kommission (Veröffentlichung der Titel und der Bezugsnummern der harmonisierten Normen), ABl C 229 vom 14.7.2017, S. 24, sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2017/1354 der Kommission vom 20. Juli 2017 zur Festlegung der Aufmachung von Informationen gemäß Artikel 10 Absatz 10 der Richtlinie 2014/53/EU, ABl L 190 vom 21.7.2017, S. 7
  • Richtlinie 91/287/EWG des Rates vom 3. Juni 1991 über das Frequenzband, das für die koordinierte Einführung europäischer schnurloser Digital-Kommunikation (DECT) in der Gemeinschaft vorzusehen ist, ABl L 144 vom 8.6.1991, S. 45 • Entscheidung 2005/513/EG der Kommission vom 11. Juli 2005 über die harmonisierte Nutzung von Funkfrequenzen in den 5-GHz-Bändern für die Einführung drahtloser Zugangssysteme einschließlich lokaler Funknetze (WAS/Funk-LANs), ABl L 187 vom 19.7.2005, S 22, geändert durch die Entscheidung 2007/90/EG der Kommission vom 12. Februar 2007, ABL L 41 vom 13.2.2007, S 10
  • Richtlinie 2009/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Änderung der Richtlinie 87/372/EWG des Rates über die Frequenzbänder, die für die koordinierte Einführung eines europaweiten öffentlichen zellularen digitalen terrestrischen Mobilfunkdienstes in der Gemeinschaft bereitzustellen sind.
  • Richtlinie 87/372/EWG des Rates vom 25. Juni 1987 über die Frequenzbänder, die für die koordinierte Einführung eines europaweiten öffentlichen zellularen digitalen terrestrischen Mobilfunkdienstes in der Gemeinschaft bereitzustellen sind, ABl L 196 vom 17.7.1987, S. 85, in der Fassung der Richtlinie 2009/114/EG, ABl L 274 vom 20.10.2009, S 25.
  • Richtlinie 2008/63/EG der Kommission vom 20. Juni 2008 über den Wettbewerb auf dem Markt für Telekommunikationsendeinrichtungen, ABl L 162 vom 21.6.2008, S. 20.
  • Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2016 über Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen in der Union, ABl L 194 vom 19.07.2016, S. 1.

Entscheidungen/Beschlüsse zur Funkfrequenzpolitik
  • Entscheidung 2007/344/EG der Kommission vom 16. Mai 2007 über die einheitliche Bereitstellung von Informationen über die Frequenznutzung in der Gemeinschaft, ABl L 129 vom 17.5.2007, S 67
  • Beschluss Nr. 243/2012/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 über ein Mehrjahresprogramm für die Funkfrequenzpolitik, ABl L 81 vom 21.03.2012, S. 7,
  • Durchführungsbeschluss 2013/195/EU der Kommission vom 23. April 2013 zur Festlegung der näheren Vorschriften, der einheitlichen Formate und einer Methode für die im Beschluss Nr. 243/2012/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Mehrjahresprogramm für die Funkfrequenzpolitik vorgesehene Bestandsaufnahme der Funkfrequenzen, ABl L 113 vom 25.04.2013, S. 18

Entscheidungen/Beschlüsse zu harmonisierten Frequenznutzungen
  • Entscheidung 2005/50/EG der Kommission vom 17. Januar 2005 zur Harmonisierung der befristeten Nutzung des Frequenzbands im Bereich um 24 GHz durch Kfz-Kurzstreckenradargeräte in der Gemeinschaft, geändert durch Durchführungsbeschluss der Kommission vom 29.07.2011, 2011/485/EU
  • Entscheidung 2006/771/EG der Kommission vom 9. November 2006 zur Harmonisierung der Frequenznutzung durch Geräte mit geringer Reichweite, ABl L 312 vom 11.11.2006, S 66, geändert durch die Entscheidung 2008/432/EG der Kommission vom 23. Mai 2008, ABl L 151 vom 11.6.2008, S. 49, die Entscheidung 2009/381/EG vom 13. Mai 2009, ABl L 119 vom 14.5.2009, S. 32, den Beschluss 2010/368/EU der Kommission vom 30.06.2010, ABl L 166 vom 1.7.2010, S. 33, den Durchführungsbeschluss 2013/752/EU der Kommission vom 11. Dezember 2013, ABl L 334 vom 13.12.2013, S 17 (dieser berichtigt mit ABl L 44 vom 14.2.2014, S 56) und den Durchführungsbeschluss (EU) 2017/1483 der Kommission vom 8. August 2017, ABl L 214 vom 18.8.2017, S. 3.
  • Entscheidung 2006/804/EG der Kommission vom 23. November 2006 zur Harmonisierung der Frequenzbänder für Geräte zur Funkfrequenzkenn¬zeichnung (RFID-Geräte) im Ultrahochfrequenzband (UHF), ABl L 329 vom 25.11.2006, S 64 (s dazu auch die Entscheidung 2007/346/EG der Kommission vom 16. Mai 2007 zur Gewährung einer von Frankreich beantragten Ausnahmegenehmigung auf der Grundlage der Entscheidung 2006/804/EG, ABl L 130 vom 22.5.2007, S 43)
  • Entscheidung 2007/98/EG der Kommission vom 14. Februar 2007 zur harmonisierten Nutzung von Funkfrequenzen in den 2-GHz-Frequenzbändern für die Einrichtung von Satellitenmobilfunksystemen, ABl L 43 vom 15.2.2007, S 32
  • Entscheidung 2007/131/EG der Kommission vom 21. Februar 2007 über die Gestattung der harmonisierten Funkfrequenznutzung für Ultrabreitbandgeräte in der Gemeinschaft, ABl L 55 vom 23.2.2007, S 33; geändert mit Entscheidung 2009/343/EG der Kommission vom 21. April 2009, ABl L 105 vom 25.4.2009, S 9, mit Durchführungsbeschluss der Kommission vom 7. Oktober 2014, 2014/702/EU, ABl L 293 vom 09.10.2014, S. 48, und mit Durchführungsbeschluss (EU) 2017/1438 der Kommission vom 4. August 2017, ABl L 205 vom 8.8.2017, S. 89.
  • Entscheidung 2008/294/EG der Kommission vom 7. April 2008 über harmonisierte Frequenznutzungsbedingungen für den Betrieb von Mobilfunkdiensten an Bord von Flugzeugen (MCA-Diensten) in der Europäischen Gemeinschaft, ABl L 98 vom 10.4.2008, S. 19 (siehe dazu die Information über die Mindesthöhe für den Betrieb von Mobilfunkdiensten an Bord von Flugzeugen (MCA-Diensten) über Teilen des österreichischen Staatsgebiets, ABl C 151 vom 03.07.2009, S. 24); geändert durch den Durchführungsbeschluss der Kommission 2013/654/EU vom 12. 11. 2013 zur Änderung der Entscheidung 2008/294/EG zwecks Aufnahme weiterer Zugangstechnologien und Frequenzbänder für Mobilfunkdienste an Bord von Flugzeugen (MCA-Dienste), ABl L 303 vom 14.11.2013 S. 48; weiters geändert durch Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2317 der Kommission vom 16. Dezember 2016 zur Änderung der Entscheidung 2008/294/EG und des Durchführungsbeschlusses 2013/654/EU zwecks Vereinfachung des Betriebs von Mobilfunkdiensten an Bord von Flugzeugen (MCA-Diensten) in der Union, ABl L 345 vom 20.12.2016, S 67.
  • Entscheidung 2008/411/EG der Kommission vom 21. Mai 2008 zur Harmonisierung des Frequenzbands 3400—3800 MHz für terrestrische Systeme, die elektronische Kommunikationsdienste in der Gemeinschaft erbringen können, ABl L 144 vom 4.6.2008, S 77
  • Entscheidung 2008/477/EG der Kommission vom 13. Juni 2008 zur Harmonisierung des Frequenzbands 2500 – 2690 MHz für terrestrische Systeme, die elektronische Kommunikationsdienste in der Gemeinschaft erbringen können, ABl L 163 vom 24.6.2008, S. 37
  • Entscheidung 2008/671/EG der Kommission vom 5. August 2008 zur harmonisierten Nutzung von Funkfrequenzen im Frequenzband 5875 – 5905 MHz für sicherheitsbezogene Anwendungen intelligenter Verkehrssysteme (IVS), ABl L 220 vom 15.8.2008, S. 24; dazu: Entscheidung der Kommission vom 25. Februar 2009 zur Genehmigung einer Ausnahmeregelung für Österreich, ABl L 53 vom 26.2.2009, S 74
  • Entscheidung 2009/766/EG der Kommission vom 16. Oktober 2009 zur Harmonisierung des 900 MHz-Bands und des 1800 MHz-Bands für terrestrische Systeme, die europaweit elektronische Kommunikationsdienste in der Gemeinschaft erbringen können, ABl L 274 vom 20.10.2009, 32; geändert durch Durchführungsbeschluss 2011/251/EU der Kommission vom 18. April 2011 zur Änderung der Entscheidung 2009/766/EG der Kommission zur Harmonisierung des 900-MHz- Bands und des 1 800-MHz-Bands für terrestrische Systeme, die europaweite elektronische Kommunikationsdienste in der Gemeinschaft erbringen können, ABl L 106 vom 27.04.2011, 9.
  • Beschluss 2010/166/EU der Kommission vom 19. März 2010 über harmonisierte Frequenznutzungsbedingungen für den Betrieb von Mobilfunkdiensten an Bord von Schiffen (MCV-Dienste) in der Europäischen Union, ABl L 72 vom 20.03.2010, S 38; geändert durch Durchführungsbeschluss (EU) 2017/191 der Kommission vom 1. Februar 2017 zur Änderung des Beschlusses 2010/166/EU zur Einführung neuer Technologien und Frequenzbänder für Mobilfunkdienste an Bord von Schiffen (MCV-Dienste) in der Europäischen Union, ABl L 69 vom 03.02.2017 S. 63.
  • Beschluss der Kommission vom 6. Mai 2010 über harmonisierte technische Bedingungen für die Nutzung des Frequenzbands 790-862 MHz für terrestrische Systeme, die elektronische Kommunikationsdienste in der Europäischen Union erbringen können (ABl L 117 vom 11.05.2010, S. 95);
  • Durchführungsbeschluss der Kommission vom 5. November 2012 zur Harmonisierung der Frequenzbänder 1920-1980 MHz und 2110-2170 MHz für terrestrische Systeme, die elektronische Kommunikationsdienste in der Union erbringen können, C(2012)7697 (ABl L 307 vom 7.11.2012, S 84)
  • Durchführungsbeschluss der Kommission 2014/641/EU vom 1. September 2014 über harmonisierte technische Bedingungen für die Nutzung von Funkfrequenzen durch drahtlose PMSE-Audioausrüstungen in der Union (ABl L 263 vom 3.9.2014, S. 29)
  • Durchführungsbeschluss der Kommission (EU) 2015/750 vom 8. Mai 2015 zur Harmonisierung des Frequenzbands 1 452-1 492 MHz für terrestrische Systeme, die elektronische Kommunikationsdienste in der Union erbringen können (ABl L 119 vom 12.5.2015, S. 27).
  • Durchführungsbeschluss (EU) 2016/339 der Kommission vom 8. März 2016 zur Harmonisierung des Frequenzbands 2 010-2 025 MHz für tragbare oder mobile drahtlose Videoverbindungen und kabellose Kameras, die für die Programmproduktion und Sonderveranstaltungen (PMSE) eingesetzt werden (ABl L 63 vom 10.3.2016, S. 5)
  • Durchführungsbeschluss (EU) 2016/687 der Kommission vom 28. April 2016 zur Harmonisierung des Frequenzbands 694-790 MHz für terrestrische Systeme, die drahtlose breitbandige elektronische Kommunikationsdienste erbringen können, und für eine flexible nationale Nutzung in der Union (ABl L 118 vom 04.05.2016, S. 4)
  • Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. M1i 2017 über die Nutzung des Frequenzbands 470–790 MHz in der Union

    Entscheidungen/Beschlüsse zu MSS
    • Entscheidung Nr. 626/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 2008 über die Auswahl und Genehmigung von Systemen, die Satellitenmobilfunkdienste (MSS) erbringen
    • Entscheidung Nr. 2009/450/EG der Kommission vom 13. Mai 2009 über die Auswahl der Betreiber europaweiter Systeme, die Satellitenmobilfunkdienste (MSS) erbringen, ABl L 149 vom 12.06.2009, S 65.
    • Beschluss der Kommission vom 10. Oktober 2011 über die Modalitäten für die koordinierte Anwendung der Durchsetzungsvorschriften in Bezug auf Satellitenmobilfunkdienste (MSS) entsprechend Artikel 9 Absatz 3 der Entscheidung Nr. 626/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl L 265 vom 11.10.2011, S 25);
    Entscheidungen zu den mit 116 beginnenden Nummernbereichen
    • Entscheidung 2007/116/EG der Kommission vom 15. Februar 2007 über die Reservierung der mit „116“ beginnenden nationalen Nummernbereiche für einheitliche Rufnummern für harmonisierte Dienste von sozialem Wert, ABl L 49 vom 17.2.2007, S 30
    • Entscheidung 2007/698/EG der Kommission vom 29. Oktober 2007 zur Änderung der Entscheidung 2007/116/EG bezüglich der Reservierung weiterer mit 116 beginnender Rufnummern, ABl L 284 vom 30.10.2007, S 31
    • Entscheidung 2009/884/EG der Kommission vom 30. November 2009 zur Änderung der Entscheidung 2007/116/EG bezüglich der Reservierung weiterer mit „116“ beginnender Rufnummern, ABl L 317 vom 3.12.2009, S 46
    Entscheidung zu Normen und Spezifikationen
    • Entscheidung 2007/176/EG der Kommission vom 11. Dezember 2006 über das Verzeichnis der Normen und Spezifikationen für elektronische Kommunikationsnetze und dienste sowie zugehörige Einrichtungen und Dienste, ABl L 86 vom 27.3.2007, S 11; geändert durch die Entscheidung 2008/286/EG der Kommission vom 17. März 2008, ABl L 93 vom 4.4.2008, S 24 (konsolidierte Fassung)
    Empfehlungen und Leitlinien
    [Letzte Änderung: 23.08.2017]